Wildnis- und Naturtherapie Ausbildung

Praxisorientierte Ausbildung mit Zertifikat – für Wildnis, Reisen & pädagogische Einsätze.

Über die Ausbildung

Aufbau der Wildnis- und Naturtherapie Ausbildung

Die Ausbildung zum Naturtherapeut und Wildnistherapeut ist eine besonders wirkungsvolle Ausbildung unseres Ausbildungskonzeptes. Die Wildnistherapie und Naturtherapie geht von einem Weltbild aus, in dem positive und negative Kräfte auf den Menschen wirken. Ziel ist es, diese negative und positiven Kräfte auszugleichen.

Mich interessiert nicht, welchen Beruf du ausübst oder welche Berge du bestiegen hast. Wichtig ist es, zu wissen in, welcher Landschaft deine Seele zuhause ist! – Dirk Nüßer

5 Seminare und 3 Webinare

6-16 Teilnehmer

Zertifiziert nach B.E.

Insgesamt 21 Tage Ausbildung

Selbstversorgung

Unterkunft im eigenen Zelt

2500€ zzgl. Verpflegung, Unterkunft und Reisekosten von ca. 350€.

Bitte senden Sie uns den Ausbildungsvertrag an info@out-side.net zu. Ratenzahlung in 6 oder 10 Raten via SEPA-Lastschrift möglich.

Ausbildungsdauer

21 Seminartage (incl. Prüfung), 4 Webinare plus 2 Tage Praktikum und ein Praxisprojekt.

Seminare
Trekkingguide
Bushcraft
Wildnistherapie
Wildnismedizin
Wilde Küche
Webinar
Grundlagen Webinar
Wildnispädagogik Webinar
Salutognese Webinar
Rituale Webinar
Zertifikate

Sie erhalten nach bestandener Prüfung folgende Zertifikate:

  • Natur- und Wildnistherapeut
  • Wildnisführer
  • Bushcraft- und Trekkingguide

Ausbildungsinhalte

Seminare der Wildnis- und Naturtherapeut Ausbildung

Grundlage der Ausbildung sind die  folgenden Seminare. Hinzu kommen Ausarbeitungen, Praxistage und Hospitation bei Visionssuchen. Um zur Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Button.

Hinzu kommen die Webinare: Wildnispädagogik WebinarRituale-WebinarSalutogenese-Webinar

Weitere Seminare

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Diese weiteren Seminare können Sie hinzubuchen. Folgende Ausbildungen decken Sie mit diesen 5 zusätzlichen Seminaren ab:  Outdoortrainer-Outdoorguide-, Wildnispädagogik-Erlebnispädagogik Ausbildung! Um zur Beschreibung zu gelangen, klicken Sie bitte auf den Button.

Termine

Termine Wildnis- und Naturtherapeut Ausbildung 2026 – 2027

SeminarKurs A
Grundlagen-Webinar12.03.2026 Beginn 19:00 Uhr
Dirk Nüßer
Wildnispädagogik-Webinar24.04.2026 Beginn 19:00 Uhr
Dirk Nüßer
Salutogenese & Rituale Webinartbd
Bushcraft-Seminar27.03. – 29.03.2026
Waldzeltplatz Matterloch Odenwald
Sebastian Scholz, Armin Lange
Trekkingguide-Seminar17.07. – 22.07.2027
Schweden Ed
Dirk Nüßer, Sebastian Scholz, Markus Carstens
Wildnistherapie-Seminar 03.06. – 07.06.2026
Waldzeltplatz Matterloch Odenwald
Anne de Vries, Thorsten Rechtien
Wilde-Küche-Seminar 03.07. – 05.07.2028
Waldzeltplatz Matterloch Odenwald
Armin Lange, Anne de Vries
Wildnismedizin-Seminar21.08. – 23.08.2026
Waldzeltplatz Matterloch Odenwald
Thorsten Rechtien, Anne de Vries
Prüfungstag23.08.2026
Waldzeltplatz Matterloch Odenwald
Thorsten Rechtien, Anne de Vries

*Die Termine werden im November 2025 festgelegt

FAQs

Weitere Informationen zur Wildnis- und Naturtherapeut Ausbildung

In dieser Fortbildung erfolgt eine Selbstbeschau in Form der Biografiearbeit und eine Visionssuche zur Findung des eigenen Weges und der eigenen Aufgabe. Initiationsrituale werden vermittelt, da sie eine mächtige Bewusstmachungsmethode sind. Wildniswanderungen, Bergbesteigungen oder die heilige Jagd sind traditionelle Initiationsrituale und ein wichtiges Element in der Wildnis- und Naturtherapie Ausbildung.

Neben der Selbsterfahrung wird immer wieder der Bogen zu den zukünftigen eigenen Teilnehmer:innen mit der Frage gespannt: „Wie wendet der angehenden Wildnis- und Naturtherapeut diese Methoden idealerweise an.“

Die Abgrenzung zur Visionssuche-Ausbildung oder Schwitzhütten-Ausbildung besteht in der Ausgewogenheit der Elemente und dem offenen Umgang mit Traditionen. Hierbei wird die Wildnis und Naturtherapie-Ausbildung von unterschiedlichen Weltbildern und Systemen beeinflusst. Der/die angehende Visionssuche-Leiter:in / Schwitzhüttenleiter:in ist wiederum angehalten, seine eigenen Erfahrungen in die Rituale mit einfließen zu lassen. Trotz dieser Offenheit geht der Kern unseres Schwitzhüttenrituals auf die Lakota Tradition zurück. Das große Ziel der Naturtherapie und Wildnistherapie ist die Harmonisierung des Menschen. Dazu nutzen wir Methoden aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Yoga setzen wir zum Beispiel aus dem Hinduismus und das Waldbaden (Shinrin Yoku) aus dem Daoismus ein. Dies sind Angebote unsererseits. Jeder muss seinen Weg finden.

Der Lakota-Häuptling „Noble Red Man“ drückte es so aus: „Jeder Mensch muss seine eigene Kraft finden, denn jeder von uns verfügt über eine gewisse Kraft. Suche in dir selbst nach dieser Kraft … und nutze diese Kraft dann in Harmonie mit Gott* – für Gutes und nicht Schlechtes.“ Die Wahrheit findet sich hinter den Glaubenssätzen. Deshalb spielt es keine Rolle, ob jemand z. B. Christ, Buddhist oder Moslem ist. Wichtig ist die Offenheit und der Wille zu suchen und zu helfen.

Ein großes Augenmerk legen wir auf den Schutz der Persönlichkeit jedes Einzelnen. Es wird nach eigenem Befinden festgelegt, wie viel jeder Einzelne von sich preisgibt und wie weit er gehen will. Dies schlägt sich auch in unserem Leitbild und unserem Schutzkonzept nieder! Neben dem Besuch der Seminare wird ein 2-tägiges Praktikum und ein Praxisprojekt durchgeführt. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung in Form einer Präsentation des Praktikums und des Praxisprojektes an. Diese Präsentation dauert 15 Min. Danach haben die Zuschauer:innen 15 Min. Zeit, Fragen zu stellen. Im Anschluss findet ein Abschlussgespräch und die Übergabe der Zertifikate statt.

Die Visionssuche wird in Einzelkonstellation durchgeführt. Es befindet sich aber ein Partner in Reichweite, der im Falle einer Krise aufgesucht werden kann. Dazu  wird ein Wildnisgebiet aufgesucht und übernachtet wird unter dem Tarp (Zeltplane). Alle störenden Einflüsse werden so gut es geht vermieden. Während der Visionssuche wird gefastet, um sich offen und gereinigt für neue Impulse der Natur gegenüber zu offenbaren. Eingeleitet wird dies durch eine Schwitzhütten-Zeremonie und einem Schwellengang.

Das Prinzip von Geben und nehmen gilt hier ohne Einschränkung. Was ich gebe, kommt zu mir zurück. Was ich hier an den Hängen des Shotpouch Valley betrieben habe, war weniger ein persönliches Projekt der Walderneuerung als vielmehr ein Projekt der Persönlichkeitserneuerung. Indem ich das Land wieder instand setzte, setzte ich auch mich wieder selbst instand. – Robin Wall Kimmerer

Der Mensch läuft auf zwei Beinen, um besser jagen zu können. Er schwitzt, um Tiere zu Tode hetzen zu können. Das ist seine Besonderheit und es ist grausam. Der Mensch hat aber auch seinen Geist, was ihn zu Respekt, Dankbarkeit und zur Hege verpflichtet. Diese Fähigkeit gilt es zu kultivieren, um zu heilen. Sich und das Land. Die Teilnahme an einem solchen Projekt kann Teil der Ausbildung sein. Renaturierungsprojekte sind eine wunderschöne Methode der Wildnistherapie. 

Der Mensch wird erst ganz zum vollen Menschen, wenn er seine künstlerischen Fähigkeiten erforscht und sie nutzt.
Durch die künstlerische Betätigung findet er intuitiv zu seiner Natur und fördert die Verbindung zu seiner Seele.
Bei dem Landart/Kunstprojekt spielt die künstlerische Begabung keine Rolle. Es geht vielmehr um den inneren Prozess. Auch die künstlerische Ausdrucksform spielt keine Rolle. Nicht jedem Menschen liegt die Malerei oder Musik. Heutzutage sind Videos und Fotografie weitverbreitet. Auch die Videodokumentation seiner Erfahrung, während der Ausbildung sind eine Form des künstlerischen Schaffens und sind eine wunderbare Möglichkeit. Die Anleitung hierzu findet ebenfalls am Ende des Wildnispädagogik-Webinars statt.

In der Ausbildung beziehen wir uns auf große alten Lehrer. Dabei haben wir viel von Lakota Lehrern wie Lame Deer und Sun Bear  gelernt. Auch noch lebende Lehrer, wie z.B. Kuthan oder Dorothe Bloom, haben uns ihr Wissen vermittelt und damit weitergebracht. Wir folgen allerdings nicht starr vorgegebenen Ritualen, sondern entwickeln diese weiter und beobachten, welche Wirkung wir damit erzielen.
Noble Red Man sagte dazu: „Wer gibt mir die Anweisungen? Nun, sie kommen aus meinem Geist. Es ist eine Art Stimme, die sagt:>>Mathew, du musst das tun!<<…Unser Geist ist ein Teil der Natur, ein Teil von Gott*…. Wenn ich also für mein Volk arbeite, arbeite ich für Gott*, arbeite ich für die Natur.“
Dies ist eine schöne Maxime für die Arbeit mit den wildnistherapeutischen Methoden. Es ist wichtig, seinen eigenen Stil zu finden und seiner Vision zu folgen. Wichtig dabei ist es immer zum Wohle der Mitmenschen zu handeln.
Schauen wir weiter in die Kulturen der First Nation, so hat jeder Stamm und teilweise haben sogar die einzelnen Familien ihre eigenen Rituale und Lieder. Sie haben hierdurch einen persönlichen Zugang gefunden. Das ist auch das Ziel der Fortbildung!

Nicht nur Visionssuchen helfen den Menschen, seine Balance wiederzufinden. Die Wildnistherapie nutzt auch manuelle Techniken. In dem Seminar Wildnismedizin vermitteln wir Techniken, die dem Menschen helfen, seine Balance wiederzufinden. Dies sind natürlich auch pädagogische Maßnahmen. Einreibungen, Auflagen und Wickel werden z. B. von Menschen schon seit Jahrhunderten verwendet und sind einfache aber effektive medizinische Maßnahmen.  Sie finden eine genaue Beschreibung auf der Seite Wildnismedizin.

Die Natur- und Wildnistherapeuten Ausbildung verfolgt den Ansatz der Salutogenese und nicht der Pathogenese. Gesundheitsfördernde Maßnahmen werden vermittelt, um die Selbstkohärenz zu fördern bzw. zu aktivieren. Die wesentlichen Elemente, die in der Literatur zu finden sind, decken sich mit unserer Erfahrung. In diesem Seminar werden diese Elemente erörtert. 
Hierzu gehören unter anderem die gesundheitsfördernden Eigenschaften von:

  • Naturerfahrung
  • Ernährung
  • Sport
  • Gesunde menschliche Beziehungen 
  • Spiritualität 

Unterschiedliche Naturräume wirken sich auf Menschen speziell aus. Dies geschieht nicht immer in gleicher Weise bei allen Menschen. Jedoch hat jeder Naturraum eine bestimmte Qualität und Energie. Dies wurde schon sehr lange im Feng Shui erkannt. Anwendung findet es im „Waldbaden“ Shirin Yoku oder bei einem „Medicine Walk“. Das Aufsuchen von Naturräumen fördert die Heilung von Menschen. Dies ist in vielen Studien belegt. Das „Natur-Defizit-Syndrom“ zeigt sich durch schwindende Sinneserfahrungen, Konzentrationsproblemen und psychischen Erkrankungen. Menschen haben 20 % mehr Depressionen, 40 % mehr Angstsyndrome und 50 % mehr Schizophrenie, wenn sie in der Stadt und nicht auf dem Land leben. Die Naturtherapie macht den Menschen deshalb Angebote, um wieder echte Naturerfahrung zu erleben und damit diesen psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken.

Ein wesentlicher Bestandteil der Naturtherapie und Wildnistherapie ist die Durchführung von Ritualen. Die heilende Wirkung von Rituale sind seit alters her bekannt. Rituale geben Stabilität und Sicherheit in Zeiten der Turbulenzen und Umbrüche. Rituale vermitteln ein Gefühl der Kontrolle und Sicherheit und bilden den Gegenpol zu Stress und Unruhe. Durch die Wiederholung wird Stress und Angst reduziert. Rituale beruhigen durch die Vertrautheit den Geist. Eine bewusste Konzentration auf das Ritual und den Moment fördern die Achtsamkeit. Der Geist klärt sich; Ruhe bereitet sich aus und es gibt die Möglichkeit positive Gedanken zu entwickeln und negative Gedankenmuster zu durchbrechen. Die Durchführung von gemeinsamen Ritualen hebt die Isolation auf und stärkt die soziale Bindung. Emotionales Wohlbefinden ist stark durch soziale Kontakte beeinflusst. Gemeinsame Rituale stärken die Zugehörigkeit und stellen eine große Hilfe dar. Diese sozialen Interaktionen sind entscheidend für unser emotionales Wohlbefinden und können Einsamkeit und Isolation entgegenwirken. Im Rituale-Webinar erörtern wir die Wirkung und stellen Möglichkeiten vor.

glückliche absolventen

Das sagen unserer Teilnehmenden

Lisa D.

Wildnispädagogik

Die Wildnispädagogik-Ausbildung hat mir nicht nur Wissen vermittelt, sondern mich wirklich näher zu mir selbst und zur Natur gebracht. Die Trainerinnen sind mit Herz, Humor und echter Kompetenz dabei. Ich habe mich jederzeit sicher und wertgeschätzt gefühlt.

Hanna A.

Outdoor Guide

Ich war überrascht, wie viel ich in kurzer Zeit lernen konnte – nicht nur über Outdoor-Techniken, sondern auch über Teamwork und persönliche Entwicklung. Outside e.V. schafft eine Atmosphäre, in der man wachsen darf.

Andrew R.

Erlebnistherapie

Die Erlebnistherapie-Module sind praxisnah, gut strukturiert und voller inspirierender Momente. Besonders beeindruckt hat mich die klare Wertehaltung des Teams und der respektvolle Umgang miteinander.

Kooperationen

Zertifikate & Mitgliedschaften